Kultur- und Kongresszentrum Gersag – Provisorischer Betrieb
16. Dezember 2025 – Votum von Einwohnerrat Eddie Schubert an der Einwohnerratssitzung vom 16. Dezember 2025 zum Geschäft 56/25 Bericht und Antrag des Gemeinderates vom 19. November 2025 betreffend Nachtrags- und Zusatzkredit zur Überbrückung des Betriebs des Kultur- undKongresszentrums (KKG).
Die Fraktion DieMitte dankt dem Gemeinderat und der Verwaltung für den genannten B&A, auch wenn sich der B&A eher provisorisch grob geschätzt präsentiert, wird die DieMitte Emmen eintreten. Die Zahlen sind nicht mehr repräsentativ, einiges wurde bereits angepasst oder gar umgesetzt und die Annahmen für die Einkünfte sind hoffentlich, wie versprochen, konservativ prognostiziert.
Aber zum Ursprung; wie bei back to the future bin ich zwecks Recherchen in den ursprünglichen B&A 03/17 und ins Protokoll der Einwohnerratssitzung vom 21. März 2017 eingetaucht. Wenn sie das damalige Protokoll der Einwohnerratssitzung vom 21. März 2017 lesen, haben sie das Gefühl sie seien wieder im gleichen Film.
Die Voten von damals starten sehr kritisch, es ist die Rede „von der besten Lösung aller Schlechtesten“ (Zitat M. Greter, 2017) und «sicher ist die beschlossene Vereinbarung kein finanzielles Highlight“ (Zitat B. Fas, 2017) oder auch von Nötigung ist die Rede, falls man dem Kredit nicht zustimme und dass keine Zeit bleibe, um den politischen Prozess zu Ende zu führen! (Aussage B. Schneider, 2017)
Im Vorfeld zu diesem vorliegenden B&A 56/25 haben wir DieMitte Emmen verschiedene Fragen eingereicht zur vorgängigen Beantwortung. Diese dringliche Interpellation haben wir infolge ausführlicher Beantwortung und Darlegung der Fakten zurückgezogen, wir sind ja die Mitte im Dorfzentrum und nicht der Elefant im Porzellanladen. Wir wollen ja auch das KKG im Dorf lassen, es soll belebt und besucht werden unser Kultur- und Kongresszentrum, eine Schliessung ist nicht, was wir uns wünschen!
Aber ich muss ihnen hier schon auch kundtun, dass wir alles andere als erquickt sind über das Vorgehen mit diesem B&A und die weiteren Schritte. Wir haben vor 8 Jahren die Bespielung mit der Circomusica AG aufgenommen, jetzt müssen wir das halt wieder beenden. Erfolge wurden gefeiert, Misserfolge gabs auch, aber die vertraglichen Vereinbarungen konnten letztendlich nicht eingehalten werden, die Gemeinde Emmen hat einmal mehr monetären Support betrieben und jetzt ist halt einfach Schluss.
Der Gemeinde Emmen ist es mit unterschiedlichen Konstellationen nicht gelungen, das KKG in die Gewinnzone zu führen. Sowohl mit der Verpachtung als auch mit der Geschäftsführung auf eigene Rechnung musste die Gemeinde Emmen jeweils Deckungsbeiträge einschiessen und immer wieder auch Investitionen tätigen für Umbauten und Anpassungen. Wir hoffen sehr, dass ansatzweise mit dem neuen Kulturbild in der DieMitte von Emmen ein lebhaftes und viel besuchtes Zentrum entsteht.
Wir erwarten vor allem auch im personellen Bereich, insbesondere der Führung des KKG, einen Wechsel für den Neustart. Wir erinnern uns, dass bei der damaligen Übernahme keine Sicherheiten hinterlegt werden konnten, „so dass die Gemeinde Emmen einzig mit dem Retentionsrecht noch etwas Wiedergutmachung erwirken könnte“. (Zitat Präsident R&GPK, T. Bühler, 2017)
Für uns DieMitte ist hiermit eindeutig: Das KKG ist in derselben Kategorie anzusiedeln wie unsere Badi Mooshüsli. Kostendeckend und Rentabel ist nicht möglich also machen wir das Beste draus und einigen uns auf einen unterdurchschnittlichen Deckungsgrad. Die Gemeinde Emmen soll aber die Fäden in der Hand behalten, damit Vereine, Schulen und Freiwillige dieses Zentrum ebenfalls nutzen können. Auf dem Saalboden und Bühne liese sich sogar tagsüber mit kreativen Lösungen unsere Turnhallenknappheit etwas entschärfen.
Ich glaube wir sollten hier nicht warten bis der Blitz einschlägt, damit wir wieder in die Zukunft kommen. Pragmatisch und unkompliziert soll eine neue Partnerschaft gesucht werden; mit wenig Abhängigkeiten, die Risiken sollen für Emmen bekannt und beeinflussbar bleiben.
Die Fraktion DieMitte wird zähneknirschend gross mehrheitlich zustimmen.