Postulat Förderung des Blutspendens
4. Mai 2026 – Blutspenden retten Leben. In der Schweiz werden täglich rund 700 Blutspenden benötigt, um die medizinische Versorgung bei Unfällen, Operationen oder für die Behandlung schwerer Krankheiten sicherzustellen. Da Blut nur begrenzt haltbar ist, sind die Blutspendedienste auf eine kontinuierliche Spendenbereitschaft der Bevölkerung angewiesen.
In Emmen finden bereits regelmässig Blutspende-Aktionen statt – z. B. durch den Samariterverein Emmen oder die Gruppo Donatori di Sangue im Centro Papa Giovanni. Doch der demografische Wandel sorgt dafür, dass ältere Menschen aus dem Pool der Spenden ausscheiden und gleichzeitig nur wenig neue, spendenbereite Personen nachfolgen.
Die Gemeinde kann und soll hier hier unterstützend Entgegenwirken indem sie das eigene Personal aktiv zur Blutspende ermuntert und die entsprechenden Rahmenbedingungen schafft. Gleichzeitig kann durch eine gezielte Informationskampagne in den gemeindeeigenen Medien die Hemmschwelle bei der Bevölkerung gesenkt und die Solidarität innerhalb der Gemeinde gestärkt werden. Ein verstärktes Engagement der Gemeinde ist ein klares Zeichen für eine soziale und verantwortungsbewusste Gemeinschaft, ganz im Sinne einer lebenswerten und lebendigen Gemeinde Emmen.
Forderungen:
Vor diesem Hintergrund wird der Gemeinderat beauftragt zu prüfen und Bericht zu erstatten, wie die Gemeinde Emmen die Wichtigkeit der Blutspende aktiver fördern kann. Dabei sollen insbesondere folgende Punkte geprüft werden:
1. Sensibilisierung und Unterstützung des Gemeindepersonals: Es ist zu prüfen, wie die Angestellten der Gemeinde Emmen (Verwaltung, Werkhof, Lehrpersonen etc.) regelmässig über lokale Blutspende-Termine und den Stand des Blutspende Barometer (bsd-luzern.ch) informiert werden können. Zudem soll geprüft werden, ob den Mitarbeitenden für das Blutspenden während der Arbeitszeit ein angemessenes Zeitguthaben gewährt werden kann, um die Hürde für eine Spende zu senken.
2. Verstärkte Information der Bevölkerung: Die Gemeinde soll ihre bestehenden Kommunikationskanäle (wie z. B. die Emmenmail, die offizielle Webseite, Social Media oder Infomonitore im öffentlichen Raum) nutzen, um die Bevölkerung proaktiv auf die Blutspende-Aktionen lokaler Vereine sowie auf die Angebote des Blutspendedienstes Zentralschweiz hinzuweisen.
3. Punktueller Einsatz des Blutspendemobils an zentralen, gut frequentierten Standorten als zusätzliches Angebot nebst den bestehenden Angeboten von Samariterverein und Gruppo Donatori di Sangue.
Im Namen der Fraktion Die Mitte