Unsere Website ist nicht für deine Browserversion optimiert.

Seite trotzdem ansehen

Abfallmanagement / Abfallentsorgung 2

16. Dezember 2025 – Votum von Einwohnerrätin Tresa Stübi an der Einwohnerratssitzung vom 16. Dezember 2025 zum Geschäft 17/25 Abfallmanagement / Abfallentsorgung in der Gemeinde Emmen II.

Die Themen Abfall, Littering und Entsorgung haben in den vergangenen Monaten eine bemerkenswerte Resonanz in der Bevölkerung und den Medien erfahren. Über politische und gesellschaftliche Grenzen hinweg – von links bis rechts, von Siedlungen bis zu Einfamilienhausgebieten, von Norden bis Süden – bewegt dieses Thema die Gemeinde Emmen. Die zahlreichen uns zugestellten Bilder dokumentieren eindrücklich die Problematik und könnten eine umfassende Collage füllen.

Per 1. Dezember 2025 wurden die Abfallgebühren in der Gemeinde Emmen erhöht. Gemäss Medienmitteilung wird dies wie folgt begründet:
«Ein wesentlicher Grund für die steigenden Kosten ist die Entwicklung der Abfallmengen: Seit 2019 hat sich die Abfallmenge (öffentliche Sammelstellen, Müll- und Robidog-Eimern inkl. Littering) in der Gemeinde Emmen nahezu verdreifacht.»

Der boomende Onlinehandel trägt mit erheblichen Kartonabfallmengen zusätzlich zur Problematik bei. Der Gemeinderat erkennt zwar diese Entwicklung, sieht jedoch keine aktiven Massnahmen vor, ausser die Abfallgebühren zu erhöhen. Dies bedeutet faktisch höhere Kosten bei unveränderter Leistung. Die geschätzten Mehrkosten von 8% entsprechen CHF 6.40 für Wohnungen und CHF 8.40 für Einfamilienhäuser. Es stellt sich die Frage, weshalb diese absehbare Erhöhung von 8% nicht vorausschauend in die aktuelle Preisanpassung integriert wurde, zumal langfristig zusätzliche Touren für die Kartonsammlung ganz sicher erforderlich sein werden.

Die Fokussierung auf unsachgemässe Entsorgung durch einzelne Personen greift zu kurz. Eine ganzheitliche Betrachtung muss insbesondere die Kapazitätsfrage der vorhandenen Container berücksichtigen.

Wir anerkennen die Littering-Sensibilisierungsaktion vom August 2025 auf dem Sonnenplatz und sehen den kommenden Kampagnen mit Interesse entgegen. Die jährlich im Budget vorgesehenen CHF 10’000 müssen eine nachhaltige Wirkung erzielen. Andernfalls besteht das Risiko, dass auch ein Vielfaches dieser Summe über die Jahre hinweg keine substanzielle Verbesserung bewirkt.

Die Fraktion Die Mitte lehnt die Abschreibung des Postulates ab.

Wir halten an Forderung 1 des Postulates fest, welche einen zweiwöchigen Turnus der Kartonsammlung vorsieht, und werden zum gegebenen Zeitpunkt einen entsprechenden neuen Vorstoss einreichen.

Jetzt Newsletter abonnieren